Anonymisieren oder pseudonymisieren: der Unterschied
Kurz gesagt: Beim Anonymisieren lässt sich die Person nicht mehr bestimmen, der Vorgang ist endgültig. Beim Pseudonymisieren werden Angaben durch Platzhalter ersetzt, und eine getrennt gehaltene Zuordnung erlaubt es, sie wieder einzusetzen. Zecretly arbeitet umkehrbar und ist damit technisch ein Werkzeug zum Pseudonymisieren.
Was heisst anonymisieren?
Anonymisieren entfernt den Bezug zu einer Person so, dass sie nicht mehr bestimmt werden kann. Es gibt keinen Weg zurück. Daten, die wirklich anonym sind, gelten in der Regel nicht mehr als Personendaten. Das ist allerdings schwer zu erreichen: Oft verraten schon wenige Angaben zusammen, um wen es geht.
Was heisst pseudonymisieren?
Beim Pseudonymisieren werden Angaben wie Namen durch Platzhalter ersetzt, zum Beispiel [PERSON_1]. Die Zuordnung von Platzhalter und echtem Wert wird getrennt aufbewahrt. Wer sie hat, kann die Person wieder bestimmen. In der DSGVO ist das in Artikel 4 Nummer 5 beschrieben: Die Daten lassen sich ohne zusätzliche Informationen keiner Person mehr zuordnen, und diese Informationen werden gesondert und geschützt aufbewahrt.
Wo steht Zecretly?
Zecretly setzt die echten Werte beim Zurücksetzen wieder ein. Die Zuordnung liegt verschlüsselt (AES-256-GCM) im Ordner %USERPROFILE%\.zecretly auf Ihrem Computer. Technisch ist das Pseudonymisieren. Im Alltag sagen wir «anonymisieren», weil die Datei, die Sie weitergeben, die echten Angaben nicht mehr enthält.
Was folgt daraus für Sie?
- Geben Sie die Zuordnung, also den Ordner
%USERPROFILE%\.zecretly, nicht weiter. - Löschen Sie Akten in den Einstellungen, wenn Sie sie nicht mehr brauchen. Nach 30 Tagen ohne Nutzung löscht Zecretly sie beim nächsten Start.
- Wie Ihr Fall rechtlich einzuordnen ist, entscheiden Sie mit Ihrer Rechtsberatung, nicht Zecretly.
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